Bildungsmaterial: Es(sen) reicht! Jetzt kommt der Hunger auf den Tisch

Lebensmittelverschwendung,

Bildungsmaterial, 36 Seiten, 2015, BDKJ Rottenburg-Stuttgart
mit Hintergrundinformationen, Bildungsmaterial, Handlungsoptionen und liturgischen Impulsen

"Was soll das denn ganz ehrlich bringen, wenn ich kein Essen wegschmeiße? Das hilft doch keinem, der Hunger hat in Afrika.“ Diese Aussage hört man gerne, wenn man darum wirbt, kein Essen zu vergeuden. Sie stimmt aber nicht. Es macht einen großen Unterschied, ob jede*r Deutsche über 80 Kilo Lebensmittel pro Kopf wegwirft oder eben nicht. Daran hängen Co2-Emissionen, die man vermeiden könnte. Landgrabbing, Abholzung und Lebensmittelspekulationen würden weniger attraktiv.
 
Aktiv zu werden ist gar nicht so schwierig. Es gibt Handlungsempfehlungen, die nicht schwer umzusetzen sind und schon viel bewirken. Als Dachverband der Jugendverbände und -organisationen 
empfiehlt der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) zum Beispiel kritisch zu konsumieren, 
das heißt regional und saisonal, fair und biologisch einzukaufen. Vor allem anderen hilft unserer Schöpfung ein regional und saisonal ausgerichtetes Konsumverhalten. 

Das Obst vom Hofladen, das Fleisch vom Bauern, das Mehl aus der Stadtmühle. Erdbeeren im 
Frühsommer, Äpfel ab Spätsommer, Trauben im Herbst. Und Produkte, die bei uns nicht wachsen gibt es fair produziert und bio. So kann man mit gutem Gewissen genießen und die Welt dabei ein bisschen verbessern. Auch weil dann nirgends mehr Hunger auf den Tisch kommen muss.